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Die Burschenschaft Normannia steht in der Tradition des 1868 in Lützschena gegründeten Akademischen Turnvereins (ATV) zu Leipzig.
Seit 1876 tragen die Mitglieder die rote Mütze und führen den Wahlspruch: "Wahrheit, Muth und Kraft!" Sechs Jahre später wird der Name "Normannia" eingeführt, ab 1897 wird sie Turnerschaft.
1907 gesellt sich Normannia zu den bestehenden drei Burschenschaften Germania, Arminia und Dresdensia hinzu und baut sich 1913 ein Korporationshaus in Connewitz (zerstört am 4. Dezember 1943).
Die Zahl der Mitglieder erreicht ihren Höhepunkt: 300 Alte Herren und Studenten eint das kirschrot-weiß-grüne Band. Nicht zuletzt der Stärke wegen übernimmt Normannia 1927 den Vorsitz der Deutschen Burschenschaft.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten kommen schwere Zeiten auf alle Korporationen zu, 1935 löst sich Normannia ebenso wie die Deutsche Burschenschaft auf.
Nach dem Ende des Krieges ist ein Wiederaufbau in Leipzig nicht mehr möglich, die Normannen knüpfen enge Kontakte zur Münchener Burschenschaft Cimbria (gegründet 1884). Der Sprecher Cimbrias trägt seit 1951 das Normannenband.
1958 rekonstituiert Normannia-Leipzig als sechste Burschenschaft an der Philipps-Universität zu Marburg an der Lahn. Sie tritt auf dem Berliner Burschentag 1973 dem Ring weißer Burschenschaften (RwB) bei.
1990 nimmt die Aktivitas zahlreich an den Leipziger Montags-Demonstrationen teil. Seit dem 5. Dezember 1992 wird in Leipzig wieder die kirschrote Mütze und das rot-weiß-grüne Band getragen, seit dem 1. Juni 1996 gibt es zwei Burschenschaften in der Deutschen Burschenschaft, die sich auf eine Tradition berufen.
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